- Beschreibung
- Funktionszeichnung
Funktion
Spindelspannungssysteme kontrollieren und regeln die Bandkraft von umlaufenden Filzen. Integrierte Kraftsensoren erfassen stetig und verzögerungsfrei die Bandkraft. Ein digitaler Dreipunktregler vergleicht permanent den Istwert mit dem eingestellten Sollwert und gibt ein Korrektursignal an den Stellantrieb. Der Filz wird durch die Spindelspannung entspannt oder gespannt.
Applikation
Spindelspannungssysteme können lagenunabhängig montiert werden. Für die Spannwalze ist eine Umschlingung von 180° anzustreben. Die Stellebene der Spindelspannung sollte in der Winkelhalbierenden zwischen Zu- und Ablauf projektiert werden. Bei einer Gesamtumschlingung der Spannwalze < 150° ist eine Umschlingungswinkelkompensation erforderlich.
Ihr Nutzen
- Maximale Entwässerungsleistung durch optimierte Wasseraufnahme und reduzierte Rückbefeuchtung
- Verminderte Filzmarkierung auf dem Papier
- Verlängerte Filzlaufzeiten
- Ideale Lösung für beengte Platzverhältnisse durch auf Druck belastbare Trapezgewindespindel
- Reduzierte Filzabrasion durch verringerten Schlupf zwischen Filz und Walzen
- Verbesserte Filzlaufregelung durch konstante Bandkraft
- Vermeidung von Walzen- und Lagerschäden bei Maschinenstillstand (Filzaustrocknung)
- Reduzierte Breiteneinschnürung der Filze
- Vermeidung von Filzabrissen
Legende
FB = Filzbreite | LE = Lagermittenentfernung | FB = Bandkraft | FS = Stellkraft | FG = Gewichtskraft Spannwalze | FR = Resultierende Bandkraft | 1 = Spindelspannung | 2 = Einlaufwalze | 3 = Spannwalze | 4 = Kraftsensor | 5 = Auslaufwalze | A-A = Bandkraftverteilung | s = Spannweg | α, β = Zu- und Ablaufwinkel